LeadershipGarage Workout No. 2

Vom Geschichten erzählen und dem emotionalen Mehrwert, oder wie ich Ziele bewusst kommuniziere.

Was versteckt sich hinter dem Begriff „Storytelling“, warum ist gutes Storytelling, gerade in Zeiten virtueller Zusammenarbeit, so wichtig und wie finde ich meine eigene Story? Diesen Fragen ging das zweite LeadershipGarage Workout nach, durch die Übersetzung aktueller Forschungsergebnisse in praktische Anwendungsmöglichkeiten eines erfolgreichen „Virtual Storytelling“. Aufgeteilt war auch diese Session in die drei Parts Input, unmittelbarer Selbsttest und interaktiver Erlebnis- und Erfahrungsaustausch.

Mithilfe von Erkenntnissen einer spannenden Studie verdeutlichte die Referentin des heutigen Workouts Hannah Vergossen zum Einstieg die Relevanz von gutem Storytelling und zeigte, dass Storytelling allgegenwärtig ist – sowohl in Unternehmen als auch im alltäglichen Leben. Aber wie können nun Führungskräfte ihre Teams emotional mitnehmen und wodurch zeichnet sich eine erfolgreiche Story im Einzelnen aus?

Die Stellschrauben guter Geschichten

Die Antwort darauf gab uns Hannah während des ersten Teils des Workouts. Damit eine Geschichte zu einer wirklich guten Geschichte wird, kann man an drei Stellschrauben ansetzen: der Struktur, dem Inhalt und dem Format einer Geschichte. Bei der ersten Stellschraube stellte sie den Teilnehmenden eine der vielen Möglichkeiten vor, eine Story zu strukturieren: die Freytag’s Pyramid. Eine gute Struktur gehört zu jeder Story dazu, denn: Je klarer die Struktur, desto nachvollziehbarer ist sie und desto besser kann sie letztendlich auch behalten werden. Doch eine gute Struktur alleine reicht nicht: Die zweite Stellschraube ist der Inhalt einer Story. Hier ist zunächst einmal wichtig, zu überlegen, welche Art von Story man erzählen möchte. Man kann beispielsweise eine Pivotal Story erzählen, welche den ersten großen Erfolg, die erste große Herausforderung, mit der ein Team oder ein Unternehmen umgehen musste, fokussiert. Solche Geschichten reflektieren vor allem das Mindset, wie mit Veränderungen umgegangen wird. Besonders wichtig ist bei der Wahl des Inhalts, dass die unterschiedlichen Elemente einer guten Geschichte im Blick behalten werden. So ist es zum Beispiel wichtig, dass die Story wahr ist. Mit einer hypothetischen, erfundenen Story können sich andere Menschen kaum identifizieren und der gewünschte Effekt bleibt damit aus. Die dritte Stellschraube des Storytellings ist das Format, über das die Story transportiert wird. So ist in heutigen Zeiten beispielsweise gerade das crossmediale Storytelling relevant und damit die Frage: Über welche Medien transportiere ich eigentlich meine Story? Haben wir – mein Team und ich – regelmäßige Videokonferenzen, führe ich einen Blog oder nutze ich andere soziale Medien?

Selbstreflektion und Austausch

Wie das ganz praktisch funktionieren kann, konnten die Teilnehmenden dieses Workouts sogleich anhand eines Selbstversuchs probieren. Zunächst hatte jeder Teilnehmende Gelegenheit, eine eigene kleine Story entlang der zuvor erlernten Stellschrauben und wichtigsten Elemente zu entwickeln. Im Anschluss daran ging es in Dreiergruppen in eine weitere Breakout-Session. Innerhalb dieser Peergroups wurden die Stories ausgetauscht und in einem gegenseitigen kurzen Peercoaching reflektiert. Eine erste praktische Übung, die jetzt mit in den eigenen Führungsalltag genommen und weiter ausgebaut werden kann.

Stretching für zu Hause …

Als Streching-Übung für Zuhause wurde den Teilnehmenden der „Golden Circle“ von Simon Sinek mitgegeben. Denn was eine Geschichte letztlich wirklich unvergesslich macht, ist das „warum“ – also die Vision oder Passion des Unternehmens. „Warum“ existieren wir überhaupt? Diese „Warum“-Frage lässt sich dabei aber auch auf jede Abteilung eines Unternehmens anwenden und ist essentieller Bestandteil für gelungenes Storytelling, da genau dies Menschen emotional berührt und sie mitreißt.

… bevor es gemeinsam weiter geht!

Und da ein regelmäßiges Workout die besten Trainingserfolge garantiert, freuen wir uns schon auf das nächste Workout am 6. Mai 2020. Dort werden wir wieder hands-on die wichtigsten Tools für Führung und Zusammenarbeit auf Distanz vermitteln – dann dreht sich alles um das Selbstreflexionstool „Digital Logbook“. Einladung folgt bald.

Wir freuen uns auf euch!

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