LeadershipGarage Hybrid Stories (1)

Clemens Beer, IAV

Ich bin im Culture Team bei IAV Automotive Engineering. Hier entwickeln wir Konzepte für Unternehmenskultur und alles, was damit einhergeht, diese im Unternehmen zu verankern und dadurch den Kulturwandel zu leben. Eins unserer größten Themen derzeit ist der Weg zur Purpose-driven Company, zum wertorientierten Unternehmen. Zweitens arbeiten wir gerade an unserem Leadership-Leitbild, das allen Mitarbeitenden Orientierung geben soll, wie gelungenes Leadership bei IAV aussieht. Und das dritte ist das Thema Nachhaltigkeit mit Fokus auf Vielfalt und Chancengleichheit, eine diverse Workforce, aber auch auf Ökologie, zum Beispiel nachhaltige Lieferketten.

Clemens Beer

Zu meinen eigenen Top-Themen zählt aktuell Leadership: Wie kann das in einem Unternehmen gehen, das sich für die Zukunft verändern will? Außerdem haben wir ein Change-Projekt ins Leben gerufen: Wir wollen allen Unternehmensinitiativen, in denen Wandel stattfindet, eine Story geben. Es gibt einen Leadership-Wandel, einen Werte-Wandel, einen Purpose- und einen Strategie-Wandel … All dem wollen wir eine Geschichte geben: Wir alle, eine Reise, die IAV der Zukunft.

Die Arbeit bei IAV ist für mich so reizvoll, weil es ein Mitmachunternehmen ist. Wenn man ambitioniert ist und Bock hat, dann bekommt man hier die Möglichkeit, mitzugestalten. Man bekommt das Gefühl, dass das, was man tut, auch angewendet wird, dass es einen Impact hat und wirksam wird, dass es Leute interessiert. Das andere ist, dass die Themen, die das Unternehmen antreiben, spannende Themen sind – wie zum Beispiel die Mobilität der Zukunft, autonomes Fahren, Windenergie oder Robotik.

Was ich momentan am meisten vermisse, ist der Kontakt zu den Menschen. Aus unternehmenspolitischer Sicht ist es schon gut, wenn man hier ist, wenn man mitbekommt, was in den Pausen und auf den Gängen besprochen wird. Man ist mehr connected, steckt mehr drin. Das lässt sich virtuell so nicht abbilden. Ich vermisse auch die Workshop-Räume, in denen man an die Wand schreiben kann. Das hilft einfach beim Denken. Die Tools, die es dafür gibt, sind spannende Alternativen, die funktionieren. Aber wenn ich ein ganz ernsthaftes, wichtiges Thema habe, dann will ich das auch gern in einem großen Raum mit einer großen Wand und mit den Leuten vor Ort besprechen, deren Mimik und Gestik verstehen. Da gibt es einfach andere Vibes. Aber sonst bin ich ein großer Fan dieser Entwicklung, dieser Flexibilisierung.

Was sich verglichen mit der Zeit vor der Pandemie rund um meine Arbeit verbessert hat, ist, dass die Menschen gezwungen waren, Digitalisierung zu lernen. Dann die Flexibilität, die Zeit, die man spart. Ich gehe zwischendurch Basketball spielen und arbeite danach weiter. Das ist ein richtiger Mehrwert. Man wächst ein bisschen mehr als Unternehmen zusammen, Standortgrenzen verblassen stärker. Es gibt weniger unproduktive Meetings und man kann gut auch mal still arbeiten.

Worauf ich mich beruflich mit Blick auf die Zeit nach der Pandemie am meisten freue, sind die Vor-Ort-Workshops und Community-Events – da wird mittaggegessen und abends noch diskutiert und gequatscht, bis man müde nach Hause geht. Ich freue mich auf Großveranstaltungen mit vielen Menschen. Privat freue ich mich aufs Reisen, auf den Biergarten, aufs Surfen diesen Sommer in Cornwall.

Den Teamzusammenhalt in Zeiten verteilter Arbeit fördern wir dadurch, dass wir bewusst Events machen, wo wir alle zusammenkommen, wo man sich sieht. Außerdem haben wir einen Virtual Team Lunch, wo wir zusammen mittagessen.

Aktuell ist es umso wichtiger, dass man ein gemeinsames Ziel vor Augen hat.
Weitere Tipps sind gemeinsame Werte, sich regelmäßig sehen und Zeit verbringen. Wir haben jeden Montag um neun Uhr ein Teamplanning, wo wir auf die Woche schauen, um zu verstehen: Was machen eigentlich die anderen, wer ist gestresst, wer hat eine entspannte Woche, wie kann man Kapazitäten verteilen? Es hilft auch dabei, Verständnis zu entwickeln, wenn jemand mal kurz angebunden ist und ich weiß, er hat eine sehr volle Woche. Und wir erzählen bei diesen Teammeetings auch vom Wochenende, da hat jeder die Chance, auch mal eine kleine Anekdote aus dem Privatleben zu erzählen. Das mitzukriegen ist auch wichtig.

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